Heimatverein Dreierwalde
 

4.0   Grüngestaltung im öffentlichen und privaten Bereich

4.1   Landschaftstypische Bäume und Sträucher

Bei den vielen Pflanzaktionen in den letzten Jahren wurden insgesamt ca. 7000 Bäume und Sträucher in und um Dreierwalde gepflanzt. Zu den gepflanzten Sorten gehören die heimischen Stieleichen, Sommer- und Winterlinde, Kopfweide, Roßkastanie, Apfel- und Birnbäume und im Straßenraumbereich die Hainbuche.

    

Bei den Sträuchern und Hecken wurden Haselnuß, Gemeiner Schneeball, Forsythie, Strauchhortensie, Spierstrauch und Flieder eingesetzt.
Bei Berankungen von Gebäuden und Einfriedungen wurde auf Efeu, Wilder Wein, Kletter-Hortensie und Knöterich zurückgegriffen.
Fast allen Pflanzaktionen ging  die Rodung von meist Fichten-Monokulturen voraus.


 

4.2   Angepaßte Gestaltung und Pflege von öffentlichen Grünflächen

In den vergangenen Jahren wurde die Durchgrünung des Dorfes sowohl im öffentlichen als auch privaten Bereich systematisch vorangetrieben. Den strukturbildenden Bewuchs bilden Eichen, Birken, Linden, Wallnuß- und Obstbäume.
 


4.3   Zurücknahme von nicht landschaftstypischen Gehölzen

Die Kritik der Landesbewertungskommission beim Wettbewerb 1997, daß u.a. auch Platanen, Zuckerahorn, Baumhasel, rotblätterige Bäume, Kugelrubinien und Kugelahorn gepflanzt wurden, wird sehr ernst genommen. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird das so weit geändert, daß an ihre Stelle standorttypische Bäume gepflanzt werden sollen. Hierzu wurden in der letzten Zeit ca. 100 Eichen, Linden und Hainbuchen im Ortskern und auf dem Friedhof gepflanzt.

    
 
 

    
 

4.4   Biotop- und Artenschutz; ökologisch wertvolle Flächen

Dorftypisch sind die bis in den Ort hineingehenden Viehweiden und Obstwiesen. Mit den Eigentümern wurde Einigung darüber erzielt, diese Situation so lange wie möglich zu erhalten, da gerade die Viehweiden und Obstwiesen den ländlichen Charakter des Ortes ausmachen. Ein Grundstückseigentümer direkt im Ortskern legt z.Z. neben einer neuen Pferdeweide auch eine Obstwiese an.
 


4.5  Gestaltung und Pflege von Gärten

Bei der Gestaltung und Pflege der Gärten findet z.Z. eine Umgestaltungsphase statt. Von den Monokulturen (Fichten u.a.) und Bodendeckern geht man im privaten und öffentlichen Bereich immer mehr auf die Anpflanzung von heimischen Sträuchern und Bäumen über. Die Bodendecker werden meist durch Rasen ersetzt, was den Kleinlebewesen mehr Lebensraum - und den Vögeln mehr Nahrung bietet.
Dieser Umgestaltung vorausgegangen sind eine Bürgerversammlung und Einzelgespräche vor allem mit den Bürgern aus den Neubaugebieten. In Fachvorträgen wurde auf Möglichkeiten zur Gestaltung von Gärten und Vorgärten hingewiesen. Vor allen Dingen wurde Wert darauf gelegt, die Verwendung von Kugelahorn, rotlaubigen Gehölzen und Fichten oder Lebensbäumen nicht in die Planung mit einzubeziehen. Bretter-, Jäger- und Drahtzäune sollten nicht verwandt werden, der Einsatz von Hecken aus Hainbuche oder Weißdorn wurde propagiert. Außerdem wurde den Grundstückseigentümern nahegelegt, auf eine übermäßige Versiegelung der Grundstücksflächen zu verzichten. Stimmigkeit war natürlich nicht zu 100% zu erzielen, aber wir glauben, daß die Gärten und öffentlichen Grünanlagen nunmehr nach neuerlichen ökologischen Gesichtspunkten erstellt und damit Flora und Fauna im möglichen und angemessenen Maße Platz und Lebensraum gefunden haben und weiterhin finden werden.


 

4.6  Pflanzenvielfalt

Die neu gesetzten Pflanzen wurden nach ihren Standortbedingungen, ökologischen Nutzen und ihrer Schmuckart ausgewählt. Heimische Arten wurden durchweg gewählt. Neben den schmal- und hochkronigen Straßenbäumen, meist Säulenhainbuche, wurden auch breitkronige Hainbuchen auf dem Friedhof gepflanzt. Die Hecken sind meist als Rot- oder Hainbuche, bzw. Weißdorn gepflanzt worden.
Neben den Bäumen, die den Dreierwaldern später einmal als mächtige Hochstämme auffallen sollen; soll bei den Sträuchern der Wechsel der Jahreszeiten zu erkennen sein.

    

Die Wiesen geben dem Menschen Lebensfreude und den Insekten und Kleinlebewesen ihren Lebensraum.
 


4.7  Haus- und Hofbäume

Markant für Dreierwalde sind die vielen Eichen im Haus- und Hofbereich und im Straßenseitenraum, sowie als Reihen- und Gruppenbaum in den Wiesen im Ort und im Außenbereich. Im Innenhof des Gasthofes Sasse stehen mächtige Nußbäume. Der zum neuen Baugebiet „Sassen Kamp“ angrenzende freie Grünstreifen ist mit Eichengruppen und einer kleinen Obstwiese besetzt worden. Die vorhandenen und neu angelegten Obstwiesen bilden nun ein ansprechendes Panorama für den Ort.

    
 

4.8  Blumenschmuck und Fassadenbegrünung an öffentlichen und privaten Gebäuden

Durch die Soldatenkameradschaft wurden Blumenkästen am Geländer der Aa-Brücke angebracht. Die Anpflanzung und Pflege hat ein Anlieger ehrenamtlich übernommen. An der Turnhalle wurde Wilder Wein gesetzt. An mehreren Wohnhäusern findet man Efeu, Wilden Wein, Kletter-Hortensien und Knöterich. Die Firma Reckers hat ihre Frontfassade fast komplett mit Efeu zuranken lassen. Auch bei Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wird Rücksicht auf die Begrünung genommen.